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DTF-Transfers herstellen: Der komplette Leitfaden

GelatoConnect – DTF-Transfers herstellen

Der Direct-to-Film-Druck (DTF) hat die Produktion individueller Bekleidung revolutioniert und gehört zu den am schnellsten wachsenden Veredelungsmethoden der Branche. Da Unternehmen nach kosteneffizienten Wegen suchen, um lebendige und langlebige Drucke auf unterschiedlichsten Stoffen zu erzeugen, hat sich die DTF-Technologie dank ihrer Vielseitigkeit und Effizienz einen erheblichen Marktanteil gesichert. Der Markt für DTF-Druck erreichte 2025 ein Volumen von 2,68 Milliarden USD und soll bis 2030 auf 3,92 Milliarden USD wachsen – das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6 %.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren, die spezielle Stoffarten oder eine aufwendige Vorbehandlung erfordern, funktioniert der DTF-Druck auf Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Denim und sogar Nylon. Diese Flexibilität – in Kombination mit der Möglichkeit, vollfarbige Designs mit weißer Unterdruckbasis in einem einzigen Durchgang zu produzieren – hat DTF-Transfers zur bevorzugten Wahl für Druckereien, Anbieter von Werbeartikeln und On-Demand-Bekleidungsunternehmen gemacht.

Ob Sie als Inhaberin oder Inhaber eines kleinen Unternehmens Ihr Produktangebot erweitern möchten oder als Druckerei über neue Technologieinvestitionen nachdenken: Zu verstehen, wie DTF-Transfers hergestellt werden, ist entscheidend, um in der heutigen Landschaft des personalisierten Drucks wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser umfassende Leitfaden führt Sie durch jeden Schritt des DTF-Transferprozesses – von der Auswahl der Ausrüstung bis zur finalen Applikation.

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DTF-Transfertechnologie verstehen

Der Direct-to-Film-Druck stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Technologie zur Textilveredelung dar. Beim Verfahren werden Designs mit wasserbasierten Pigmenttinten auf eine spezielle Transferfolie aus Polyethylenterephthalat (PET) gedruckt. Anschließend wird ein Klebepulver aufgetragen, das die Tinte mit der Folie verbindet. Nach dem Aushärten wird der Transfer mit einer Transferpresse auf den Stoff aufgebracht – das Ergebnis ist ein langlebiger, lebendiger Druck, der Wäsche und Tragebelastung standhält.

Der DTF-Prozess unterscheidet sich grundlegend vom Direct-to-Garment-Druck (DTG), bei dem direkt auf das Textil gedruckt wird. Während DTG eine Vorbehandlung des Stoffes erfordert und am besten auf 100 % Baumwolle funktioniert, lassen sich DTF-Transfers praktisch auf jede Stoffart ohne Vorbehandlung anwenden. Diese Vielseitigkeit hat eine schnelle Verbreitung vorangetrieben: DTF-Geräte machten 2022 rund 44,5 % aller installierten Anlagen zur Textilveredelung aus.

Die Technologie nutzt ein CMYK-plus-Weiß-Farbmodell (CMYKplusW): Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz erzeugen das gesamte Farbspektrum, während die weiße Tinte eine deckende Unterdruckbasis bildet. So entstehen brillante Farben sowohl auf hellen als auch auf dunklen Textilien. Moderne DTF-Tinten sind speziell darauf abgestimmt, sich effektiv mit der PET-Folie zu verbinden und anschließend auf den Stoff zu übertragen – für eine ausgezeichnete Waschbeständigkeit und Farbtreue.

Einer der größten Vorteile des DTF-Drucks ist seine Produktionseffizienz. Laut Branchendaten von Grand View Research liefern neue DTF-Drucker wie der Roland DG TY-300 Transfergrafiken bis zu viermal schneller als konkurrierende Modelle – bei gleichzeitig minimierten Betriebskosten. Dieser Geschwindigkeitsvorteil macht DTF in Kombination mit niedrigeren Stückkosten bei kleinen bis mittleren Auflagen ideal für On-Demand- und Custom-Printing-Anwendungen.

1Notwendige Ausrüstung und Materialien

Die Herstellung professioneller DTF-Transfers erfordert spezifische Ausrüstung und Materialien, von denen jede Komponente eine entscheidende Rolle für die endgültige Druckqualität spielt. Wenn Sie diese Komponenten verstehen, können Sie fundierte Investitionsentscheidungen treffen und konsistente Ergebnisse erzielen.

DTF-Drucker

Die Grundlage Ihrer DTF-Produktion ist ein dedizierter DTF-Drucker. Diese spezialisierten Maschinen unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von gewöhnlichen Tintenstrahldruckern. Sie verfügen über modifizierte Druckköpfe, die für DTF-Tinten ausgelegt sind, über spezielle Zuführsysteme für die Folienführung und oft auch über integrierte Folienspannsysteme für eine präzise Registerhaltigkeit.

Große Hersteller wie Roland DG, Epson und Mimaki bieten kommerzielle DTF-Drucker an – von Einsteigermodellen für den Desktop bis hin zu Produktionssystemen für hohe Volumen. Im Januar 2025 brachte Seiko Epson den SureColor G6070 auf den Markt, den ersten Großformat-DTF-Drucker des Unternehmens, der speziell für die Textilveredelung entwickelt wurde. Diese zweckgebundenen Systeme liefern zuverlässige Druckergebnisse in hoher Qualität bei minimalem Wartungsaufwand und unterstützen verschiedenste Textilanwendungen.

Bei der Auswahl eines DTF-Druckers sollten Sie die Druckbreite (in der Regel 13 bis 24 Zoll bei kommerziellen Geräten), die Druckgeschwindigkeit (gemessen in Quadratmetern pro Stunde) und die Tintenkonfiguration berücksichtigen. Rolle-zu-Rolle-Systeme verarbeiten kontinuierliche Produktion effizienter als bogenweise zugeführte Drucker und sind damit ideal für höhere Auflagen.

DTF-Tinte und DTF-Folie

DTF-Tinten sind wasserbasierte Pigmentformulierungen, die speziell auf die Haftung auf PET-Folie abgestimmt sind. Hochwertige Tinten sorgen für leuchtende Farben, gute Waschechtheit und eine zuverlässige Verbindung mit dem Klebepulver. Besonders entscheidend ist die Qualität der weißen Tinte, da sie die nötige Deckkraft für Motive auf dunklen Textilien liefert.

PET-Transferfolie ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, vor allem als Hot-Peel- und Cold-Peel-Folie. Hot-Peel-Folie wird unmittelbar nach dem Pressen abgezogen, solange der Transfer noch warm ist, und erzeugt eine matte Oberfläche. Cold-Peel-Folie wird erst nach dem Abkühlen abgezogen und ergibt in der Regel eine leicht glänzendere Oberfläche mit besserer Detailwiedergabe. Die Folienbreite sollte zu Ihrem Drucker passen, und die Foliendicke beeinflusst sowohl die Druckqualität als auch die Transfereigenschaften.

Klebepulver und Aushärtungsanlagen

Nach dem Druck muss bei DTF-Transfers Klebepulver aufgetragen werden, um die Tinte mit der Folie und anschließend mit dem Textil zu verbinden. Dieses thermoplastische Pulver schmilzt sowohl in der Aushärtung als auch beim finalen Pressvorgang und bildet die Haftschicht, mit der die Transfers auf den Textilien haften.

Pulverschüttler verteilen das Klebepulver gleichmäßig auf den noch feuchten Drucken, wobei überschüssiges Pulver aufgefangen und wiederverwendet wird. Die Partikelgröße des Pulvers beeinflusst die spätere Haptik des Transfers – feinere Partikel ergeben in der Regel einen weicheren Griff. Nach dem Auftragen des Pulvers durchlaufen die Transfers einen Aushärtungsofen oder einen Banddurchlauftrockner, der das Pulver bei kontrollierten Temperaturen (typischerweise 160–170 °C) schmilzt und es so mit der Tintenschicht verbindet.

Transferpressen

Die finale Anwendung erfordert eine hochwertige Transferpresse, um das Motiv von der Folie auf das Textil zu übertragen. Für DTF-Transfers können automatisierte Workflow-Systeme Transferpressen-Stationen einbinden und so die Produktion straffen, insbesondere bei hohen Volumen. Klapppressen und Schwenkpressen sind am weitesten verbreitet, wobei letztere für eine gleichmäßigere Druckverteilung sorgen.

Presstemperatur (in der Regel 150–170 °C, je nach Stoff), Druck (mittel bis fest) und Zeit (10–15 Sekunden) müssen für optimale Ergebnisse exakt gesteuert werden. Digitale Temperatur- und Druckregelungen sorgen für konstante Ergebnisse über alle Produktionsläufe hinweg – entscheidend, um die Qualitätsstandards im kommerziellen Betrieb zuverlässig einzuhalten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur DTF-Transferproduktion

Die Herstellung professioneller DTF-Transfers umfasst mehrere aufeinanderfolgende Schritte, von denen jeder Sorgfalt im Detail und eine korrekte Technik erfordert. Dieser systematische Ansatz sorgt für gleichbleibende, hochwertige Ergebnisse.

Designvorbereitung und Dateieinrichtung

Beginnen Sie mit der korrekten Vorbereitung der Designdatei. Bilder sollten in hoher Auflösung (mindestens 300 DPI) vorliegen und in geeigneten Formaten gespeichert sein (PNG mit transparentem Hintergrund eignet sich besonders gut). Das Farbmanagement ist entscheidend, da Bildschirmfarben vom gedruckten Ergebnis abweichen können. Verwenden Sie die vom Tintenhersteller bereitgestellten Farbprofile, um eine präzise Farbwiedergabe zu gewährleisten.

Spiegeln Sie Ihr Design vor dem Druck horizontal, da DTF-Transfers seitenverkehrt gedruckt werden. Das Design erscheint korrekt, sobald es auf das Textil gepresst wird. Fügen Sie für Designs auf dunklen Stoffen eine weiße Grundierungsschicht hinzu, die ausreichend deckend ist, um leuchtende Farben zu garantieren. Die meisten RIP-Programme (Raster Image Processor) erzeugen die weiße Schicht automatisch.

Druck Ihres Designs

Legen Sie die PET-Folie in den DTF-Drucker ein und achten Sie auf die richtige Spannung und Ausrichtung. Die meisten DTF-Drucker arbeiten mit Rolle-zu-Rolle-Systemen, die die Folie kontinuierlich durch den Druckpfad führen. Stellen Sie in Ihrem RIP-Programm den passenden Folientyp, die Druckauflösung und die Tintendichte entsprechend Ihren Materialien ein.

Der Drucker trägt zunächst die Farbschichten (CMYK) auf und anschließend die weiße DTF-Tinte darüber. Diese umgekehrte Druckreihenfolge ist entscheidend, da das Weiß nach dem Transfer als Grundierung dient. Die Druckgeschwindigkeit beeinflusst die Qualität: Niedrigere Geschwindigkeiten liefern in der Regel bessere Ergebnisse, reduzieren jedoch den Durchsatz. In Produktionsumgebungen ist es entscheidend, das optimale Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Qualität zu finden.

Überwachen Sie den Druckvorgang auf Probleme wie verstopfte Düsen, Streifenbildung oder Farbabweichungen. Moderne DTF-Drucker verfügen über Diagnosewerkzeuge und automatische Wartungsroutinen, um Ausfallzeiten zu minimieren und den Druckkopf in einem einwandfreien Zustand zu halten.

Auftragen des Klebepulvers

Führen Sie den Transfer unmittelbar nach dem Druck, solange die Tinte noch feucht ist, durch den Pulverschüttler. Das thermoplastische Klebepulver haftet ausschließlich an den feuchten Tintenstellen und lässt die DTF-Folie sauber. Eine gleichmäßige Pulververteilung ist entscheidend für eine konstante Transferqualität und eine zuverlässige Haftung.

Überschüssiges Pulver, das nicht am Design haftet, fällt zur Wiederverwendung in eine Auffangschale. Ein durchdachtes Pulvermanagement reduziert Abfall und Betriebskosten. Einige fortschrittliche Systeme bieten ein automatisiertes Auftragen und eine Rückführung des Pulvers, was die Effizienz bei hohem Auftragsvolumen erhöht.

Aushärtung und Vorbereitung

Nach dem Auftragen des Klebepulvers gelangen die Transfers zur Aushärtungsstation, in der kontrollierte Hitze das Klebepulver schmilzt und mit der Tinte verbindet. Aushärtungstemperatur und -dauer hängen von der jeweiligen Pulver- und Tintenkombination ab und liegen in einem Durchlauftrockner typischerweise bei 160–170 °C für 2–3 Minuten.

Eine korrekte Aushärtung ist entscheidend für die Haltbarkeit und Haftung des Transfers. Unzureichend ausgehärtete Transfers haften möglicherweise nicht richtig am Stoff, während eine zu starke Aushärtung die DTF-Folie spröde werden lässt. Nach der Aushärtung können die Transfers zugeschnitten, gestapelt und für die spätere Verwendung gelagert werden. Bei trockener, kühler Lagerung bleiben sie monatelang einsatzbereit.

Anwendung mit der Transferpresse

Heizen Sie Ihre Transferpresse vor dem Aufbringen der Transfers auf die empfohlene Temperatur (typischerweise 150–170 °C) auf. Pressen Sie das Textil kurz vor, um Feuchtigkeit und Falten zu entfernen. Positionieren Sie den Transfer mit dem Design nach oben auf dem Textil (Folienseite auf dem Stoff).

Schließen Sie die Presse und üben Sie für die vorgegebene Dauer (in der Regel 10–15 Sekunden) Hitze und Druck aus. Ziehen Sie die Trägerfolie nach dem Pressen je nach Folientyp ab (Hot Peel sofort, Cold Peel nach 10–15 Sekunden Abkühlung). Das Design sollte vollständig auf den Stoff übertragen werden und nur minimale Folienreste hinterlassen.

Für eine effiziente Produktion können optimierte Druckproduktionsabläufe den manuellen Aufwand erheblich reduzieren und den Durchsatz steigern, was besonders bei der gleichzeitigen Bearbeitung mehrerer Aufträge wichtig ist.

Fehlerbehebung bei häufigen Problemen

Auch erfahrene Anwender stoßen beim DTF-Druck auf Herausforderungen. Wenn Sie häufige Probleme und ihre Lösungen kennen, können Sie eine gleichbleibende Qualität sicherstellen und Ausschuss minimieren.

Probleme mit der Druckqualität

Streifenbildung, Schlieren oder Farbinkonsistenzen sind in der Regel auf Probleme mit dem Druckkopf zurückzuführen. Regelmäßige Düsentests und Reinigungszyklen beugen Verstopfungen vor. Wenn die Streifenbildung weiterhin auftritt, prüfen Sie die Tintenstände, stellen Sie einen einwandfreien Tintenfluss sicher und überprüfen Sie die Ausrichtung des Druckkopfs. Einige DTF-Drucker verfügen über automatisierte Wartungsroutinen, die diese Prüfungen nach festgelegten Zeitplänen durchführen.

Probleme mit der Farbgenauigkeit können auf falsche RIP-Einstellungen oder abgelaufene Tinten hindeuten. Vergewissern Sie sich, dass Sie die richtigen Farbprofile für Ihre jeweilige Tinten- und Folienkombination verwenden. Führen Sie Testdrucke durch, wenn Sie das Material wechseln oder nach längeren Stillstandszeiten, um die Farbkonsistenz sicherzustellen.

Haftungsprobleme

Eine schlechte Transferhaftung ist meist die Folge falscher Temperatur-, Druck- oder Zeiteinstellungen beim Pressen. Jeder Stofftyp erfordert möglicherweise leichte Anpassungen. Führen Sie eine Referenztabelle mit den optimalen Einstellungen für verschiedene Materialien. Auch eine unzureichende Pulveraufbringung oder eine fehlerhafte Aushärtung beeinträchtigt die Haftung – achten Sie auf eine gleichmäßige Pulverabdeckung und vollständiges Aufschmelzen während der Aushärtungsphase.

Wenn sich Transfers nach dem Waschen ablösen, prüfen Sie Aushärtetemperatur und -zeit. Unzureichend ausgehärteter Kleber verbindet sich möglicherweise nicht dauerhaft mit dem Stoff. Reißen die Transfers hingegen oder fühlen sich steif an, reduzieren Sie Aushärtetemperatur oder -zeit, um eine Überhärtung zu vermeiden.

Probleme mit Folie und Pulver

Verzieht oder wellt sich die Folie während des Drucks, deutet dies auf Umgebungsfaktoren oder Spannungsprobleme hin. DTF-Druck funktioniert am besten in kontrollierten Umgebungen (Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %, Temperatur etwa 20–25 °C). Passen Sie die Folienspannung in Ihrem Drucker gemäß den Herstellervorgaben an.

Eine ungleichmäßige Pulververteilung führt zu fleckigen Transfers. Stellen Sie sicher, dass Ihr Pulverstreuer eine gleichmäßige Abdeckung liefert und dass die Korngröße des Pulvers für Ihre Designs geeignet ist. Verklumptes oder abgelaufenes Pulver sollten Sie entsorgen, da es beim Aushärten nicht gleichmäßig schmilzt.

Geschäftsanwendungen und Marktchancen

Der Markt für DTF-Transfers bietet erhebliche Chancen für Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Wenn Sie diese Anwendungen verstehen, können Sie Wachstumspotenziale erkennen und sich strategisch positionieren.

Individuelle Bekleidung und Print-on-Demand

Das Wachstum des E-Commerce hat die Nachfrage nach individueller Bekleidung befeuert: Der E-Commerce-Umsatz erreichte 2024 1,19 Billionen US-Dollar und wuchs damit gegenüber dem Vorjahr um 8,1 %. Diese Entwicklung kommt dem DTF-Druck unmittelbar zugute, da die Technologie eine schnelle und kosteneffiziente Produktion personalisierter Designs auf Abruf ermöglicht.

Print-on-Demand-Unternehmen nutzen DTF-Transfers, um ihren Kunden unbegrenzte Designoptionen ohne Lagerrisiko anzubieten. Die Möglichkeit, Einzelstücke wirtschaftlich zu produzieren, macht DTF ideal für Personalisierungsservices, Nischenartikel und das Testen neuer Designs am Markt, bevor man sich auf größere Produktionsläufe festlegt.

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von den geringen Einrichtungskosten und dem minimalen Abfall, den DTF im Vergleich zum klassischen Siebdruck mit sich bringt. Marktforschungsergebnissen zufolge berichten Unternehmen, die DTF-Technologie einsetzen, von 25 bis 40 % niedrigeren Produktionskosten bei Aufträgen unter 100 Einheiten – wodurch zuvor unrentable Kleinaufträge wirtschaftlich tragfähig werden.

Kommerzielle Produktion und Veredelung

Etablierte Druckereien ergänzen ihre bestehende Ausstattung um DTF-Kapazitäten. Kommerzielle Druckbetriebe integrieren DTF-Workflows neben Siebdruck, Stickerei und Direct-to-Garment-Equipment und bieten ihren Kunden so mehr Veredelungsoptionen und schnellere Durchlaufzeiten.

Die Technologie eignet sich besonders für komplexe, vollfarbige Designs, die sonst mehrere Siebdruckdurchgänge erfordern würden. Anbieter von Werbeartikeln nutzen DTF-Transfers für Firmenmerchandise, Event-Bekleidung und Marken-Giveaways. Die Möglichkeit, vor größeren Aufträgen schnell Muster oder Kleinserien zur Kundenfreigabe zu produzieren, reduziert das Risiko und erhöht die Kundenzufriedenheit.

Integration in Produktionsmanagementsysteme

Wenn DTF-Betriebe wachsen, wird Workflow-Automatisierung zur Voraussetzung für Effizienz. Moderne Druckerei-Management-Software lässt sich mit DTF-Druckern und Transferpressen verknüpfen und automatisiert Dateivorbereitung, Auftragsplanung und Produktionsverfolgung. Solche Systeme reduzieren manuelle Fehler, verbessern den Durchsatz und bieten in Echtzeit Transparenz über den Produktionsstatus.

Das Apparel-Workflow-Modul von GelatoConnect unterstützt beispielsweise hybride DTF- und DTG-Workflows und leitet Aufträge automatisch an das passende Equipment weiter – basierend auf Designkomplexität, Stofftyp und Auftragsvolumen. Diese Art der Automatisierung ermöglicht es Druckunternehmen, Effizienzsteigerungen von 20 % ohne zusätzliches Personal zu erzielen – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im heutigen Markt.

2FAQ

F: Wie lange halten DTF-Transfers auf Kleidung?

A: Bei korrekter Produktion und Anwendung halten DTF-Transfers in der Regel 50 bis 100 Waschzyklen, ohne dass Farbbrillanz und Haftung nachlassen. Die Haltbarkeit hängt von der Transferqualität, der Anwendungstechnik, der Stoffart und den Waschbedingungen ab. Der Einsatz hochwertiger Tinten und Klebepulver sowie die Einhaltung der Herstellerempfehlungen zu Temperatur und Druck sorgen für maximale Beständigkeit. Kaltwäsche und Lufttrocknung verlängern die Lebensdauer der Transfers zusätzlich.

F: Kann ich einen normalen Drucker für DTF-Transfers verwenden?

A: Nein, herkömmliche Desktop-Drucker können keine DTF-Transfers produzieren. Der DTF-Druck erfordert Spezialdrucker mit modifizierten Tintensystemen, Druckköpfen für pigmentbasierte DTF-Tinten und entsprechender Folienführung. Den Umbau von Standarddruckern für den DTF-Einsatz raten wir nicht an, da dies meist zu schlechten Ergebnissen führt und den Drucker beschädigen kann. Speziell entwickelte DTF-Drucker von Herstellern wie Roland DG, Epson und Mimaki sind genau für diese Anwendung konzipiert und verfügen über Funktionen, die für professionelle Qualität unverzichtbar sind.

F: Welche Stoffe eignen sich am besten für DTF-Transfers?

A: DTF-Transfers funktionieren auf praktisch allen Stoffarten, einschließlich Baumwolle, Polyester, Baumwoll-Polyester-Mischungen, Nylon, Denim, Canvas und sogar einigen Lederarten. Diese Vielseitigkeit ist einer der wesentlichen Vorteile von DTF gegenüber dem DTG-Druck, der am besten auf 100 % Baumwolle funktioniert. Optimale Presstemperatur und -dauer können je nach Stoff jedoch leicht variieren. Generell liefern Naturfasern und synthetische Mischgewebe ausgezeichnete Ergebnisse, sodass DTF ideal für Textildruck-Unternehmen ist, die unterschiedlichste Kundenwünsche bedienen.

F: Wie schneidet der DTF-Druck im Vergleich zum Siebdruck kostenmäßig ab?

A: Der DTF-Druck ist bei Aufträgen unter rund 50 bis 100 Einheiten kosteneffizienter als der Siebdruck, abhängig von der Designkomplexität. Beim Siebdruck fallen Einrichtungskosten an (Siebe, Emulsion, Rüstzeit), die sich erst bei größeren Mengen amortisieren, weshalb er sich vor allem für Großaufträge lohnt. DTF eliminiert diese Einrichtungskosten und bietet einen konstanten Stückpreis unabhängig von der Menge, ideal für Kleinserien, Muster und individuelle Einzelstücke. Für die Massenproduktion einfacher Designs kann der Siebdruck weiterhin niedrigere Stückkosten bieten.

F: Was ist der Unterschied zwischen Hot-Peel- und Cold-Peel-DTF-Folie?

A: Hot-Peel-Folie wird unmittelbar nach dem Pressen im noch warmen Zustand abgezogen, was meist zu einem matten Finish und einer etwas besseren Waschbeständigkeit führt. Cold-Peel-Folie wird nach 10 bis 15 Sekunden Abkühlzeit abgezogen und erzeugt in der Regel eine glänzendere Optik mit besserer Detailtreue bei feinen Linien. Beide Varianten liefern haltbare Transfers; die Wahl hängt häufig vom gewünschten Finish und den Vorlieben im Produktionsablauf ab. Manche Anwender bevorzugen Cold Peel für detailreiche Designs und Hot Peel für schnellere Produktionszyklen.


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