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Das Peak-Season-Playbook 2025 | GelatoConnect

Geschrieben von Ellie Tyler-Jones | Mai 5 2026

Für Druckdienstleister (PSPs) ist das vierte Quartal die ultimative Bewährungsprobe. Die Volumina schnellen in die Höhe: Kunden platzieren saisonale Aufträge, Marken starten Kampagnen und die E-Commerce-Nachfrage erreicht ihren Höhepunkt. Auf dem Papier müsste es die profitabelste Zeit des Jahres sein.

Doch unser Peak-Season-Playbook, das auf einer Umfrage unter Druckdienstleistern basiert, hat ein Paradox zutage gefördert: Trotz höherer Volumina stagniert die Profitabilität häufig. Druckereien beschrieben das Peak-Quartal sowohl als ihr arbeitsreichstes als auch als ihr am wenigsten profitables Quartal.

Dieser Blogbeitrag entschlüsselt dieses Paradox – mit Erkenntnissen aus der Befragung von Druckdienstleistern, den Druckfaktoren, die die Branche umgestalten, und Case Studies von Unternehmen, die den Peak-Stress in nachhaltiges Wachstum verwandelt haben.

Was Druckdienstleister uns berichten: Erkenntnisse aus der Umfrage

Unsere Umfrage unter mittelgroßen und großen Druckdienstleistern brachte drei klare Themen zum Vorschein:

  • Volumen ≠ Gewinn. Viele Druckereien berichteten, dass das vierte Quartal zwar mehr Aufträge brachte, die Marge jedoch nicht entsprechend anstieg.

  • Verlässlichkeit zählt am meisten. Kunden wechseln schnell den Anbieter, wenn Erwartungen an Geschwindigkeit oder Genauigkeit nicht erfüllt werden.

  • Komplexität überfordert. Nicht vernetzte Tools, manuelle Behelfslösungen und SKU-Überlastung führen zu Engpässen.

Der Druck hinter dem Peak

Die Umfrageergebnisse fügen sich nahtlos in den breiteren Branchenkontext ein, der im Playbook und in den Whitepapers beschrieben wird:

  • Sinkende Profitabilität. Die durchschnittliche Gewinnmarge der Branche liegt bei lediglich 3 %.

  • Steigende Komplexität. Mehr Produkte, Maschinentypen und Workflows erschweren die Steuerung der Abläufe.

  • Kürzere Auflagen. Die durchschnittliche Druckauflage ist von über 3.000 Stück auf unter 30 „Mikro-Aufträge“ geschrumpft.

  • Verbrauchererwartungen. Fast die Hälfte der Verbraucher ist bereit, für individualisierte Produkte länger zu warten, und 36 % betrachten Personalisierung inzwischen als Standardleistung.

  • Nachhaltigkeit. 73 % der Millennials sind bereit, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen.

Case Studies: Wie Druckereien reagieren

Während viele Druckdienstleister den Peak-Stress nach wie vor ohne Margengewinn erleben, haben andere eine echte Transformation erreicht.

ESP Colour (UK)

  • Reduzierte Abhängigkeit von sechs nicht vernetzten Systemen.

  • 300.000 € gebundenes Kapital im Lager freigesetzt durch eine Bestandsreduktion um 20 %.

  • 17 % der Transportkosten eliminiert.

  • 20 % Umsatzwachstum erzielt und Gewinnmargen innerhalb von 90 Tagen verdoppelt.

TidyMerch (Schweden)

  • Hatte mit häufigen Lieferengpässen und veralteten Beschaffungsprozessen zu kämpfen.

  • Nach Einführung von GelatoConnect Reklamationen um 70 % gesenkt, täglich 12 Stunden manueller Arbeit automatisiert und Versandkosten um 20–30 % reduziert.

  • 19 % Umsatzwachstum bereits in der ersten Woche erzielt.

  • Innerhalb von 12 Monaten Umsatzverdopplung – ohne zusätzliches Personal.

Regionale Perspektiven aus der Umfrage

Europäische Druckdienstleister betonten Nachhaltigkeit und Kostenmanagement und nannten Energiepreise, Zölle und CO₂-Berichterstattung als zentrale Peak-Themen.

US-amerikanische Druckdienstleister hoben Angebotsgeschwindigkeit und SLAs als ihre größte Wettbewerbsherausforderung hervor.

Über 2025 hinaus: Was beim Peak als Nächstes kommt

Das Playbook weist auf eine sich rasant verändernde Zukunft hin:

  • KI-gestützte Kalkulation. Herkömmliche Angebotserstellung dauert pro Auftrag zwischen 20 Minuten und 4 Stunden; Druckdienstleister erwarten, dass KI-Estimatoren diesen Zyklus radikal verkürzen.

  • Hybrides MIS. Druckereien wünschen sich eine einzige Plattform, um sowohl Online-Digitalaufträge als auch individuelle Aufträge zu steuern.

  • Partnernetzwerke. Überschüssige Nachfrage an Partner verteilen zu können, wird zur Überlebensstrategie – nicht zum Nice-to-have.

Klüger vorbereiten statt härter arbeiten

Das Peak-Paradox ist real: Höhere Volumina bedeuten nicht automatisch höhere Gewinne. Doch Umfrage und Case Studies zeigen: Druckdienstleister, die auf Automatisierung, lokale Produktion und vernetzte Systeme setzen, finden einen neuen Weg.

Statt mehr Stunden und mehr Personal erreichen sie mehr Kapazität, höheren Umsatz und stärkere Kundenbindung – ohne mehr Stress.

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